Guide: Quellensteuererstattung in Dänemark

Wenn du in dänische Dividendenaktien wie etwa Novo Nordisk, A.P. Møller-Mærsk oder Ørsted investiert bist, erhältst du Dividenden aus Dänemark. Diese unterliegen der dänischen Quellensteuer, sofern du nicht steuerlich in Dänemark ansässig bist. Die dänische Quellensteuer beträgt in der Regel 27%.
Dänemark ist ein klassischer Rückerstattungsfall: Ein Teil der Steuer wird in Deutschland angerechnet, der Rest ist über das Doppelbesteuerungsabkommen zurückholbar. Falls du zuerst das große Ganze verstehen möchtest, wie Quellensteuer auf ausländische Dividenden funktioniert, findest du das in unserem Hauptartikel:
→ Quellensteuer einfach erklärt: Was ist das, wie funktioniert sie und wie bekomme ich sie zurück?
Wie hoch ist die Quellensteuer in Dänemark?
Kurz gesagt: 27% auf Dividenden dänischer Aktien. Der Abzug erfolgt automatisch bei Ausschüttung durch die dänische Finanzverwaltung. Über das Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zwischen Deutschland und Dänemark sind davon 12% erstattbar.
Die Grundlage bildet das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Dänemark. Das DBA begrenzt die im Quellenstaat erhobene Dividendensteuer auf 15% – diese 15% werden in Deutschland auf die Abgeltungssteuer angerechnet, die restlichen 12% sind für dich erstattbar.
(Quelle: Bundeszentralamt für Steuern - BZSt)
→ Falls du mehr über das Thema Doppelbesteuerungsabkommen erfahren möchtest, lies dir gerne unseren Artikel dazu durch: Doppelbesteuerungsabkommen (DBA): Alle relevanten Länder, Sätze und Fristen für deutsche Anleger
Wichtig: ETFs sind nicht erstattbar
Ein häufiges Missverständnis: Die dänische Quellensteuer betrifft nur Dividenden aus dänischen Aktien (z. B. Novo Nordisk, A.P. Møller-Mærsk oder Ørsted). Hält ein ETF dänische Aktien, wird die Quellensteuer auf Fondsebene einbehalten – zurückfordern kann sie aber nur der Fonds selbst, nicht du als Anleger. Wenn dein Depot ausschließlich ETFs enthält, ist dieser Guide für dich nicht relevant. Die Rückforderung lohnt sich nur bei dänischen Einzelaktien.
Betroffene Aktien: Beispiele dänischer Dividendentitel
Wenn du eine oder mehrere dieser Aktien hältst und Dividenden erhalten hast, wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit 27% Quellensteuer einbehalten:
→ Falls du mehr über das Investieren in Dividendenaktien wissen möchtest, dann lies dir gerne unseren Artikel dazu durch: In Dividenden investieren: Der komplette Leitfaden für deutsche Anleger (inkl. Steueroptimierung)
Woran erkennst du, ob du zu viel gezahlt hast?
Prüfe deine Dividendenabrechnung. Ist bei einer dänischen Aktie ein Abzug von 27% Quellensteuer vermerkt und wurden davon in Deutschland nur 15% angerechnet, hast du 12% zu viel gezahlt – und kannst diesen Betrag zurückfordern.
Rechenbeispiel:
Die Quellensteuer kann bis zu 5 Jahre rückwirkend für dänische Dividenden zurückgefordert werden. Das bedeutet: Bei größeren oder über mehrere Jahre gehaltenen Positionen summieren sich hier schnell dreistellige bis vierstellige Beträge.
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Wie funktioniert die Erstattung der Quellensteuer in Dänemark?
Die Erstattung läuft über die Skattestyrelsen (SKAT) und erfolgt über ein Online-Portal. Das Verfahren ist aber trotzdem mit Papierdokumenten verbunden.
Notwendige Unterlagen:
- Online-Antrag „Claim a refund of Danish dividend tax".
- Ansässigkeitsbescheinigung (Wohnsitzbescheinigung) des deutschen Finanzamts
- Dividendenbelege deiner Depotbank als Nachweis des Quellensteuerabzugs.
- Kontonachweis über den Dividendeneingang.
Der Ablauf:
- Antragsformular bei der dänischen Steuerbehörde Skattestyrelsen ausfüllen
- Deine steuerliche Ansässigkeit mit einer Ansässigkeitsbescheinigung bei deinem deutschen Finanzamt bestätigen lassen
- Dividendenabrechnungen und entsprechende Nachweise dem Antrag beifügen
- Antrag bei den dänischen Steuerbehörden einreichen
Achtung: Auszahlung in Dänischen Kronen
Die Erstattung erfolgt in Dänischen Kronen (DKK). Stelle sicher, dass dein Bankkonto DKK-Zahlungen empfangen kann – je nach Broker können Wechselgebühren anfallen. Kläre das vorab, um Überraschungen zu vermeiden.
Wie lange dauert die Quellensteuererstattung aus Dänemark?
Nach Einreichung deines vollständigen Antrags kann die Bearbeitung 12-18 Monate in Anspruch nehmen. Der Vorteil: Braucht SKAT länger als 6 Monate, verzinst die Behörde den Erstattungsbetrag.
→ Du möchtest mehr über andere Länderprozesse erfahren? Dann schau dir unsere weiteren Länder-Guides an:
Fazit: Dänische Quellensteuer zurückholen – lohnt sich, ist aber mühsam.
Wer dänische Dividenden erhält, zahlt 27% Quellensteuer, von der 15% in Deutschland angerechnet werden – die restlichen 12% sind erstattbar.
Der Haken:
- Strenge Prüfung und lange Wartezeiten
- Auszahlung in DKK mit möglichen Wechselgebühren
- Nachweispflichten für jede einzelne Ausschüttung
Der einfache Weg: DivTax – Quellensteuererstattung digital und rechtssicher
DivTax digitalisiert und vereinfacht die Rückerstattung ausländischer Quellensteuer für Steueransässige in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Was DivTax konkret übernimmt:
- Automatische Analyse. Du hinterlegst dein Depot – DivTax analysiert es automatisch, erkennt alle rückforderbaren Beträge und zeigt dir, was du dir zurückholen kannst.
- Digitale Antragsvorbereitung. DivTax beantragt deine heimische Wohnansässigkeitsbescheinigung und bereitet alle notwendigen Formulare digital für die jeweiligen Steuerbehörden vor und reicht sie ein – länderspezifisch, korrekt ausgefüllt, ohne dass du dich mit fremden Formularen oder Sprachen auseinandersetzen musst.
- Bündelung mehrerer Jahre. Du kannst Dividendenzahlungen aus mehreren Jahren und mehreren Aktien in einem einzigen Prozess bündeln – so wird auch die Erstattung kleiner Beträge wirtschaftlich sinnvoll.
- Zusammenarbeit mit Steuerkanzlei. Für die Durchführung der Anträge arbeitet DivTax eng mit der auf Quellensteuererstattung spezialisierten Kanzlei DivTax Legal zusammen.
- Transparente Abrechnung. Du zahlst erst, wenn du einen Antrag einreichst – sollte dein Antrag abgelehnt werden und die Rückerstattung nicht erfolgen, erstatten wir dir dein Geld selbstverständlich zurück.
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Häufig gestellte Fragen - Quellensteuererstattung Dänemark
Wie hoch ist die Quellensteuer auf dänische Dividenden?
Dänemark erhebt 27% Quellensteuer auf Dividenden. Der Abzug erfolgt automatisch bei Ausschüttung durch die dänische Finanzverwaltung.
Wie viel kann ich zurückfordern?
12%. Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Dänemark begrenzt die Quellensteuer auf 15%; diese 15% werden in Deutschland angerechnet, die restlichen 12% sind erstattbar.
Welche Frist gilt für die Erstattung der dänischen Quellensteuer?
Fünf Jahre ab Dividendenzahlung. Damit können auch Ausschüttungen aus mehreren zurückliegenden Jahren noch zurückgefordert werden.
Welche Unterlagen brauche ich?
Den Online-Antrag „Claim a refund of Danish dividend tax", eine Ansässigkeitsbescheinigung des deutschen Finanzamts, deine Dividendenbelege sowie einen Kontonachweis über den Dividendeneingang.
In welcher Währung wird erstattet?
In Dänischen Kronen (DKK). Dein Bankkonto muss DKK-Zahlungen empfangen können; je nach Broker können Wechselgebühren anfallen.
Sind ETFs von der dänischen Quellensteuer betroffen?
Nein. Die Rückforderung betrifft ausschließlich dänische Einzelaktien wie Novo Nordisk, A.P. Møller-Mærsk oder Ørsted. Bei ETFs fällt keine zurückzufordernde dänische Quellensteuer auf Anlegerebene an.
Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Steuer- oder Anlageberatung dar. Maßgeblich ist im Einzelfall stets das jeweils gültige Doppelbesteuerungsabkommen sowie das jeweilige nationale Steuerrecht. Bitte prüfe steuerliche Entscheidungen mit einem qualifizierten Steuerberater. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden.
Dieser Artikel wurde unter Zuhilfenahme künstlicher Intelligenz erstellt.
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